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MERKE: FÜR DRAHTLOSE LIVE-DEMOS AUF EINER MESSE - EINE KISTE MIT KABELN MITBRINGEN

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07. März 2018

Es ist immer gut, aus der täglichen Routine herauszutreten. Vor allem, wenn man die Gelegenheit hat, die Früchte der Arbeit zu präsentieren, die einen in den letzten Monaten beschäftigt haben und in die man viel Zeit investiert hat. Der Besuch der Embedded World 2018 in Nürnberg in der vergangenen Woche war ein solches Ereignis.


Sich auf einer Messe mit einem Start-up-Unternehmen unserer Größe (etwa 14 Personen) zu präsentieren, ist ein Ereignis, das alle an Bord ein paar Wochen im Voraus betrifft. Das gilt in erster Linie für die Jungs, die den Stand planen und Meetings organisieren, aber auch für das Denken und Planen in den Entwicklungsteams: Es müssen viele Entscheidungen getroffen und Abhängigkeiten in Schach gehalten werden, um schließlich zu einem Punkt zu kommen, an dem alles reibungslos funktioniert. Außerdem muss eine Menge Ausrüstung eingepackt werden: Unmengen an Kabeln (komisch für eine Firma, die drahtlose Kommunikation entwickelt, was?!), Netzwerkgeräte, Diagnosegeräte, Laptops, Netzteile - nichts Wichtiges darf zurückbleiben. Etwas, das wohl alle Aussteller, die auf Live-Demos angewiesen sind, teilen, ist dieses Gefühl, dass etwas Wichtiges fehlt und das Ganze kompromittiert. Es gibt diesen Drang, nur eine weitere Kiste mit Stützkabeln mitzubringen und sie direkt neben die anderen 5 Ersatzkabel zu stellen - nur für alle Fälle.

Alle Tests und Vorbereitungen sind nur so lange ausreichend, wie man die Umgebung und die Bedingungen vor Ort genau vorhersagen kann. Das ist auch der Grund, warum wir immer Messgeräte zur Diagnose vor Ort mitbringen. Raten Sie mal, was passiert ist, als jemand im Zug nach Nürnberg einen Streich spielte, weil der entscheidende Spektrumscanner angeblich im Büro vergessen worden war. Erstens, fast überall Herzinfarkte. Zweitens, Tritte im Überlebensmodus. Drittens, verrückte Pläne, dieses Problem am nächsten Tag auf der Messe zu überwinden. Viertens, der Streich wird aufgedeckt. Fünftens, die Tritte gehen an den Schelm! Dieser Spektrum-Scanner spielte tatsächlich eine bedeutende Rolle am nächsten Tag, als wir wirklich seltsame Signalaussendungen auf unseren Kanälen sahen (denken Sie daran, dass die drahtlose Kommunikation unter Interferenzen leidet ^^'). Da die Frequenzen, auf denen wir arbeiten, normalerweise ungenutzt und frei sind, ließen uns diese seltsamen Signalaussendungen eine Zeit lang wie Hühner mit dem Scanner auf und ab rennen, bevor wir herausfanden, dass die Wifi-Infrastruktur der Messe der Täter war. Lektion gelernt - das nächste Mal werden wir noch besser vorbereitet sein.

Dann, als während des zweiten Tages ein wichtiger Kunde gerade an unserem Stand ankam, hatten wir einen Stromausfall. Natürlich nicht in der gesamten Halle, sondern nur an unserem Stand. Und damit verloren wir unsere Demo mit stundenlang gesammelten, beeindruckenden Leistungsdaten. Technischer Witz im Anmarsch - es stellte sich heraus, dass unser Kühlschrank die 100-Amper-Baustellensicherung ausgeschaltet hatte! (Theoretisch war es ein Baustellenkühlschrank). Dieses Problem passierte noch ein paar Mal, bis wir beschlossen, dass wir sowieso kein kaltes Wasser mögen (und wer braucht schon kalt, wenn Nürnberg -8ºC hat??!!).

Alles in allem geht es darum, dass selbst wenn man eine Veranstaltung wie die Embedded World bis ins letzte Detail vorbereitet, selbst wenn man versucht, alle möglichen Herausforderungen vorherzusehen, selbst wenn, irgendetwas kann einen vor Ort immer herausfordern. Und dann, wenn man sich dieser Herausforderung stellt und es so aussieht, als ob alle ausflippen, können Sie dann einspringen und sagen: "Keine Sorge, ich habe noch eine Kiste mit Kabeln mitgebracht ;-)"

- Japper

PS: Natürlich hat es wieder viel Spaß gemacht, als Aussteller an einer Messe teilzunehmen und mit neuen Leuten, neuen Ideen und interessanten Diskussionen in Kontakt zu kommen.

PS II: Ich bin überzeugt, dass es das nächste Mal entspannter sein wird - denn ich werde noch eine Extra-Kiste Kabel mitbringen - für alle Fälle ;-)

PS III: Für diejenigen, die nicht wissen, wie ich aussehe: Ich mag es nicht, mit den Füßen auf dem Boden zu stehen (Siehe Bild!).